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All the pretty horses/ So viele Pferde

November 13, 2017

On Saturday, I took a little day trip to San Antonio de Areco, about 120 km west of Buenos Aires and the proclaimed capital of Argentinian gaucho tradition. It is quite easy to get there (once you figured out the Retiro bus terminal) - 2h time and 10 USD will get you there.

 

Originally my  plan was to visit an "estancia", or ranch - there are quite a few of them around San Antonio and they cater to tourists as well as portenos (Buenos Aires-dwellers) looking for a day out. There is  fairly standard program with a late breakfast, barbeque lunch and an afternoon snack as well as lots of activities, such as a swimming pool, horse riding and gaucho skills demonstrations.

 

However, thanks to my trusted Lonely Planet I learned that this weekend the village is having its annual Fiesta de la Tradicion. The main day with the parade etc is on Sunday but friends ensured me there would also be lots to see on the Saturday and they were definitely right.

I got there really early and first explored the town - also laid out on a strict grid like Buenos Aires (which makes orientation a breeze). I checked out the main street and the colonial main square with the city hall, church, police and statue of the a wealthy guy who gave a lot of money for these buildings.

 Afterwards I headed to the gaucho museum, a short walk to the north of the town center. Unfortunately, all the information in the museum  is in Spanish but there my language classes paid off and I actually understood a fair bit. I could already hear the noise from the festival ground but first headed back into town for a guided tour of some local crafts(wo)men. The tour was also super interesting (and again all in Spanish): We visited a silversmith, a potter and a lady who works with textiles, such as handspun and naturally dyed wools.

 

But by 12.30 it was finally time to hit the festival. The first thing I noticed was that there were soooo many horses. Big trailers (the ones I know to transport cattle with) full of them. And also everywhere on the festival ground horses with and without riders. A fair number of people appear to make a family camping trip out of it and many were also wearing the traditional outfit of boots over wide cut trousers, with a tucked-in blue striped or checked shirts, a big belt, ornate knife, a knotted neck scarf and a Basque cap. The focal point of the festival ground is the paddock where the competitions in typical gaucho skills, such as riding a wild horse or controlling a group (or tropilla) of horses are taking place. All around the paddock families or groups of friends pitch fold-able chairs, drink first mate then beers and buy barbequed meat by the kilo from one of the many open air grill places around (if you, like me, forgot to bring your family you can also just buy a steak sandwich). Around the paddock you find (besides the grills) everything you might need for your horse, to complete your gaucho outfit as well as candy and ice cream.

 

I really enjoyed the skill competitions - especially the rodeo-style riding. Horse is tied to a pole, guy gets on it, blindfold is removed and horse starts bucking like crazy until the rider is thrown off or - if he is really good - the referees close in from both sides and pull the rider off while the horse darts off to the other side of the paddock. I am still in awe that nobody seemed to get seriously hurt.

It took me a while to figure out the tropilla - the gaucho is riding one horse and is leading another one with a big bell around the neck on a rope. In Spanish this horse is called "mother in law" and all the other horses (up to 10) are following her - one guy actually brought a tropilla of ponies :)

 The competition is about how well the gaucho is controlling his (I did not see a single woman in the competition) tropilla. I was told the background to this tradition is that the ranches (or estancias) were so big that the gauchos had to take multiple-day rides to get from one end to the other and so had to take multiple horses. I did not get the intricacies of the actual competition but at the end all the tropillas in the paddock were moving around, through and next to each other at impressive speed - which was an amazing sight.

Am Samstag machte ich einen kleinen Tagesausflug nach San Antonio de Areco, etwa 120 km westlich von Buenos Aires und der Hauptstadt der argentinischen Gaucho-Tradition. Hinkommen war ziemlich einfach (sobald ich mich im Retiro-Busbahnhof zurecht gefunden hatte) - 2h Zeit und 10 USD sind alles was es braucht.

 

Ursprünglich war mein Plan, eine "Estancia" (oder Ranch) zu besuchen - es gibt etliche von ihnen in der Nähe von San Antonio und sie sind sowohl für Touristen als auch für Portenos (Buenos Aires-Bewohner) ein beliebter Tagesausflug. Es gibt ein Standardprogramm mit einem späten Frühstück, einem Barbecue-Mittagessen und einem Nachmittagsimbiss sowie vielen Aktivitäten, z.B. einem Swimmingpool, Reiten und Vorführungen von Gaucho-Fertigkeiten.

 

Dank meinem Lonely Planet wusste ich jedoch, dass die Stadt an diesem Wochenende seine jährliche Fiesta de la Tradicion veranstaltet. Der Haupttag mit der Parade usw. ist am Sonntag, aber Freunde haben mir versichert, dass es auch am Samstag viel zu sehen gibt und sie hatten definitiv recht.

 

Ich kam schon sehr früh an und schaute mir erstmal die Stadt an - sie folgt, wie auch Buenos Aires, einem strengen Raster (was die Orientierung zu einem Kinderspiel macht). Ich erkundete die Hauptstraße und den Stadtplatz im Kolonialstil mit dem Rathaus, der Kirche, der Polizei und der Statue eines wohlhabenden Mannes, der den grössten Teil des Geldes für diese Gebäude gespendet hat.

 

Danach ging es weiter zum Gauchomuseum, einen kurzen Spaziergang nördlich des Stadtzentrums gelegen. Leider sind alle Informationen im Museum auf Spanisch, aber mein Sprachkurs hat sich doch bezahlt gemacht und ich habe einiges verstanden. Ich konnte bereits den Lärm vom Festivalgelände hören, aber ich ging zuerst zurück in die Stadt um an einer Führung durch einheimische Kunsthandwerkwerkstätten teilzunehmen. Die Tour war auch super interessant (und wieder alles auf Spanisch): Wir besuchten einen Silberschmied, einen Töpfer und eine Dame, die mit Textilien arbeitet (z.B. handgesponnene und natürlich gefärbte Wolle).

 

Aber um 12.30 Uhr war ich denn endlich auf dem Festgelände. Das erste, was mir auffiel, war die schiere Menge an Pferden. Große Anhänger (mit denen bei uns Vieh transportiert wird) voll davon. Und auch überall auf dem Festgelände Pferde, mit und ohne Reiter. Eine ganze Reihe von Leuten scheinen das Festival als  Familiencampingausflug zu besuchen und viele trugen auch das traditionelle Gaucho-Outfit: Stiefeln über weit geschnittenen Hosen, mit einem blau gestreiften oder karierten Hemd, einem großen Gürtel, einem verzierten Messer, einem geknoteten Halstuch und eine Baskenmütze. Das Zentrum des Festgeländes ist ein grosser Platz, wo die Wettkämpfe in typischen Gaucho-Fertigkeiten, wie Reiten auf einem wilden Pferd oder Steuern einer Gruppe (oder Tropilla) von Pferden stattfinden. Rund um den Platz sitzen Familien oder Gruppen von Freunden auf Klappstühlen, trinken Bier und kaufen kiloweise gegrilltes Fleisch von einem der vielen Freiluftgrillständen (wenn man, wie ich, vergessen hat die Familie mit zu bringen kann man auch nur ein Steak Sandwich kaufen). Rund um den Platz findet sich (neben den Grills) alles, was man fürs Pferd oder um das Gaucho-Outfit zu vervollständigen brauchen könnte - sowie Süßigkeiten und Eis.

 

Ich fand die Geschicklichkeitswettbewerbe sehr interessant - vor allem das Rodeoreiten. Ein Pferd (mit verbundenen Augen) wird an eine Stange gebunden, ein Mann steigt drauf, die Augenbinde wird entfernt und das Pferd bockt wie verrückt, bis der Reiter abgeworfen wird oder - wenn er wirklich gut ist - die Schiedsrichter von beiden Seiten angeritten kommen und den Reiter vom Pferd ziehen, während das Pferd auf die andere Seite des Reitplatzes abhaut Koppel. Ich bin immer noch fasziniert, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.

 

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Tropilla-Wettbewerb verstanden habe - der Gaucho reitet ein Pferd und führt ein anderes mit einer großen Glocke an einem Seil um den Hals. Im Spanischen wird dieses Pferd "Schwiegermutter" genannt und alle anderen Pferde (bis zu 10) folgen ihr - und jemand hatte tatsächlich eine Tropilla von Ponys mitgebracht :)

 

Im Wettkampf geht es darum, wie gut der Gaucho seine (ich habe keine einzige Frau gesehen) die Tropilla kontrolliert. Mir wurde gesagt, der Hintergrund dieser Tradition ist, dass die Ranches (oder Estancias) so groß waren, dass die Gauchos mehrere Tage unterwegs waren, um von einem Ende zum anderen zu gelangen und daher mehrere Pferde mitnehmen mussten. Die Feinheiten des eigentlichen Wettkampfes waren dann doch etwas zu viel für mich, aber am Ende ritten alle Tropillas mit beeindruckender Geschwindigkeit umeinander, durcheinander und nebeneinander - was ein beeindruckender Anblick war.

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